Kindergesundheit & Ernährung

Wenn Kartoffeln am Baum wachsen und in Milchschnitte viel Milch drin ist…

Kinder und Jugendliche sind sehr anfällig für falsche Ernährung.

Zu groß sind die Verlockungen aus TV-, Werbung, Internet, im sozialen Umfeld (Schule, Kita o.ä.) oder direkt im Supermarkt.

Die Eltern haben eine Vorbildfunktion und großen Einfluss auf die Entwicklung der Ernährung. Sie legen den Grundstein und die zukünftigen Gewohnheiten ihrer Kinder unbewusst fest. Dabei ist es oft auch die Unwissenheit der Eltern, die sich oft durch die Medien beeinflussen lassen. In den Medien wird suggeriert, dass Lebensmittel für Kinder ganz besonders gesund seien, wegen der extra Portion Milch oder der Zugabe von Vitaminen. Der Bestandteil dieser Versprechen in den Lebensmitteln ist verschwindend gering, denn der Gesetzgeber lässt sehr viel Spielraum bei der Vermarktung von industriell hergestellten Lebensmitteln. Auch die Aussage „mit der Süße aus Früchten“ ist ein weitverbreiteter Slogan, der aber ganz viele verschiedene Süßungsmittel enthalten kann, die z.B. aus Weizen hergestellt werden. So werden die versprochenen, gesunden Inhaltstoffe, durch künstlich erzeugte Ersatzstoffe ersetzt und der gesunde Inhaltstoff ist nur in geringster Menge im Produkt enthalten.

Ein Beispiel: Ein Erdbeerjoghurt von 150g enthält im Durchschnitt nur eine „Viertel Erdbeere“. Die Farbe und der Geschmack sind durch Aromen und Farbstoffe (E-Nummern) erzeugt. Die Industrie kann sich dadurch die Produktionskosten einsparen und deshalb den Joghurt für 29-49 ct. vermarkten. Die „Viertel Erdbeere“ ist nur deshalb darin enthalten, weil der Hersteller ihn sonst nicht als „Erdbeerjoghurt“ vermarkten dürfte.

Obst und Gemüse steht bei den Kindern heutzutage weit unten auf der Lieblings-Essen-Liste. Einige Kinder finden noch Gefallen an einzelnen Obst- oder Gemüsesorten aber für die optimale Versorgung, ist das noch zu wenig. So kennen viele Kinder heute die Namen der Lebensmittel nicht mehr oder die Art der Zubereitung, um sie bekömmlich zu machen. Hier fängt die Erziehung schon im Kleinkindalter an. Viele Kinder haben keine Ahnung wo die Lebensmittel herkommen. Wenn man Kinder gezielt fragt, kommen skurrile Antworten zustande: so wachsen Kartoffeln auf dem Baum oder das Fleisch kommt aus dem Supermarkt, usw. Allein die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse, ist für sie eine enorme Herausforderung.

Die Supermärkte sind voll mit Fertigprodukten, Süßigkeiten und Knabbereien, die alles andere als nahrhaft sind. Falls Vitamine drin sind, dann nur künstlich hinzugefügt. Viele Fertigprodukte sind vorgegart und enthalten schon beim Kauf keine Vitamine mehr durch die Erhitzung. Zuhause wieder aufgewärmt, gibt es „totes Mittagessen“! Wir Fachleute nennen das auch „leere Kalorien“. Die Hauptbestandteile dieser Fertigprodukte sind Konservierungsstoffe, um es haltbar zu machen, Salz und Zucker für den Geschmack und die Haltbarkeit, E-Nummern zum Geschmack verfeinern oder um die Farbe zu beeinflussen. Natürliche Lebensmittel sind meist nur in geringen Mengen darin zu finden. Dauerhaft macht es dick und erzeugt eine Mangelernährung!

Dabei kann es so einfach sein, Kinder an eine gesunde Ernährungsweise heranzuführen. Z.B. kochen und backen Kinder gerne. Wir nehmen uns heute nicht mehr die Zeit, dem Kind den Umgang mit einem Messer oder Sparschäler beizubringen. Wir haben Angst, dass sich das Kind verletzen könnte. Auch der Herd ist in vielen Familien tabu für das Kind bis ins späte jugendliche Alter. So können Jugendliche gegen Ende ihrer Schulzeit noch nicht mal ein paar Eier kochen. Dabei ist es gar nicht so schwer, denn Kinder sind sehr wissbegierig und schnell lernfähig. Sie merken sich Dinge viel besser als wir Erwachsene. Der Lerneffekt durch das Verletzten mit dem Messer oder das Verbrennen auf der Herdplatte ist viel größer, wenn man es mal erlebt hat. Es soll nicht heißen, dass Sie ihrem Kind die Hand auf die Herdplatte legen sollen! Niemals bitte!!!

Die Erziehung fängt bei der Aufklärung an. Sagen Sie dem Kind mehrmals und deutlich, welche Gefahren drohen können. So ist es bereits sensibilisiert und falls es dann doch passiert, weniger traumatisch. Erfahrungsgemäß fallen die Verletzungen dann auch wesentlich kleiner aus.

Kinder und Jugendliche sind stolz, wenn sie etwas selbst gekocht oder gebacken haben. Unterstützen Sie dieses Gefühl und bestärken Sie das Kind darin, wie lecker es ist und dass es das bald noch einmal kochen/ backen soll.

Die Merkfähigkeit, das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und die Motorik der Kinder wird dadurch enorm gestärkt. Auch das Verantwortungsbewusstsein ist ein großer und positiver Effekt. Sie lernen verantwortungsbewusst mit den Lebensmitteln umzugehen, was genießbar ist und durch Gespräche während des Kochens, kann es sogar lernen, ob die Gurke in der Erde oder am Baum wächst; oder ob sie zu den Obst- oder Gemüsesorten zählt.

Kinder lernen solche wichtigen Dinge heute leider kaum noch in der Schule, daher ist es umso wichtiger, dass Sie Ihr Kind an die Hand nehmen.

Grundsätzlich empfehle ich immer eine eigene Zubereitung. Viele Industriell hergestellten Lebensmittel lassen sich auch ganz einfach zuhause mit natürlichen Produkten selbst zubereiten.

(LINK zu einer Unterseite mit Rezeptideen folgt)

Das empfindliche Verdauungssystem von kleinen Kindern ist sehr anfällig für Unverträglichkeiten oder Allergien. Schützen Sie Ihr Kind und das Immunsystem Ihres Kindes durch gesunde Ernährung. Es wird Ihnen danken, indem es weniger oft krank wird und ein gesundes, starkes Wachstum bekommt.

Manchmal, wenn ein Kind alles Gesunde verweigert und ein Mangel droht, helfen diverse Nahrungsergänzungsmittel. Bitte greifen Sie aber nicht einfach zu irgendwelchen Mittelchen aus dem Supermarkt. Vor allem sollten Sie sich immer vor Augen halten, dass auch Nahrungsergänzungsmittel Schaden anrichten können. Sollten Sie das Gefühl haben, ihr Kind ist nicht optimal versorgt, füllen Sie bitte das Befindlichkeitsformular aus und erstellen Sie ein Ernährungs-Tagebuch über 1 Woche.

Ich erstelle Ihnen nach der Zusendung einen kostenlosen und unverbindlichen Bedarfsplan und gebe Empfehlungen für Ihr Kind.

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